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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Rudolf Minger: Der erste Bundesrat der «Bauernpartei»

Mingers politische Laufbahn begann auf lokaler und kantonaler Ebene im landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen. In seiner so genannten «Bierhübelirede» verlangte er die Gründung einer selbstständigen Bauernpartei und unterstützte die Einführung des Proporzes für die Nationalratswahlen.
 

1918 wurde die bernische Bauern- und Bürgerpartei formell gegründet. An deren erster Versammlung wählten die Delegierten Rudolf Minger zu ihrem Präsidenten. 1919, bei den ersten Proporz-Nationalratswahlen, wurde er in den Nationalrat gewählt, 1922 in den bernischen Grossen Rat.

Unter seiner Führung entwickelte sich die neue Partei allmählich zu einer mittelständischen Wirtschaftspartei mit konservativer Grundhaltung. Diese Tendenz zeigt sich deutlich in der Umbenennung der Partei in die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (heute SVP). Gleichzeitig verstand sich die Partei auch als Kämpferin gegen den Grosskapitalismus, verschrieb sich jedoch auch stark den Traditionen und behauptete, sie allein könne den Staat vor der Gefahr schützen, die von den Linken drohe. 1929 kam es im Bundesrat unerwartet zu einer Doppelvakanz.

Mit Rudolf Minger erhielt die BGB erstmals einen Sitz im Bundesrat. Ihm wurde das Militärdepartement übertragen, das er bis zu seinem Austritt aus der Landesregierung Ende 1940 beibehielt. Die damals weit verbreitete pazifistische Strömung sowie rigorose Sparbeschlüsse des Parlaments machten ihm diese Aufgabe schwer. Minger ging jedoch hartnäckig daran, die Schweizer Armee aufzurüsten und die Landesverteidigung zu reformieren. Mit Massenkundgebungen, den so genannten «Volkstagen» und Defilees propagierte er die Milizarmee und den Kult der Wehrhaftigkeit. Minger gelang es auch, die Kandidatur General Guisans durchzusetzen, entgegen deutschfreundlichen Kräften um Korpskommandant Wille.

Nach seinem Rücktritt, im Jahr 1940, kehrte Minger auf seinen Hof in Schüpfen zurück. Er war weiterhin in zahlreichen Verbänden vertreten und setzte sich für landwirtschaftliche Belange ein. Er verstarb am 23. August 1955 auf seinem Hof.


AutorIn: Matthias Nast
 
 
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